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Kreuzwege im Altkreis Steinfurt

    Kreuzwege im Altkreis Steinfurt

    Zu dem Osterbrauchtum, das in Vergessenheit geraten war bzw. heute meist in anderer Art praktiziert wird, gehört die Kreuzwegandacht oder Kreuzwegprozession entlang einer Reihe von Bildstöcken mit Darstellungen vom Leiden Christi. Dieses ist in zweierlei Hinsicht bedauerlich: einmal bringt das betende Abschreiten eines solchen Kreuzweges besinnliche Stunden in die Hektik der heute zu sehr verweltlichten Feiertage, und zum anderen sind die als besondere Kulturwerte des ländlichen Raumes anzusprechenden Bildstöcke nicht mehr entsprechend beachtet worden und somit dem Verfall leider allzu sehr preisgegeben worden. Die Zustände der noch verbliebenen Bildstöcke der Kreuzwege in Laer-Holthausen und SteinfurtBorghorst, aber auch einiger Bildstöcke in Rheine-Elte und in Horstmar-Leer machen dies nur zu deutlich. Allerdings gibt es in jüngster Zeit erfreuliche Rückbesinnungen auf dieses heute immer noch bedeutungsvolle Traditionsgut: so wurden in Laer inzwischen bis auf eine alle Stationen des Kreuzweges entweder restauriert oder durch neue, den alten sehr schön angepasste ersetzt und in Rheine-Mesum sowie in Ochtrup wurden völlige neue Kreuzwege geschaffen. Zudem sind etliche Stationen in Horstmar-Leer inzwischen restauriert worden und werden die noch verbliebenen in Rheine-Elte wieder mehr gepflegt, nachdem sie rund um den Friedhof aufgestellt wurden. Schließlich soll in Kürze noch ein neuer Kreuzweg in Laer-Holthausen aufgestellt werden.

    Die Andacht entlang der Bildstöcke heißt "Kreuzweg", weil sie uns den Weg deutlich machen soll, den der leidende Christus von dem Gerichtshof des Pilatus nach Golgatha mit seinem Kreuz gemacht hat. Dieser Weg besteht seit dem 18. Jahrhundert aus 14 Stationen, doch nicht immer haben die Kreuzwege in der Landschaft aus dieser Zahl von Stationen bestanden.

    Die Kreuzwegandachten beruhen auf einer alten Tradition in Jerusalem, denn dort wurde praktisch vom Beginn des Bestehens einer christlichen Gemeinde der Kreuz und Hinrichtungsweg Jesu im wörtlichen Sinne von der Gerichtsstätte durch die Via Dolorosa (Gasse der Schmerzen) über Golgatha bis zum Grab nachgegangen. Etwa ab dem 14. Jh. entfalteten dann die Jerusalempilger in ihrer Heimat an Karfreitag ein ähnliches Brauchtum, wobei man sich zunächst damit begnügte, Anfang und Ende des "Jerusalemweges" oder "Kalvarienweges" durch ein Stationsbild zu kennzeichnen. Schon bald wurden aber diese Passionswege durch weitere Stationen unterteilt, wobei sich im deutschen Sprach- und Kulturraum und besonders auch in Westfalen eine Reihe von sieben Stationen durchsetzte.

    Die sieben Stationen dieser Passionswege enthielten häufig nur auf Grund volksreligiöser Überlieferungen Fälle Christi unter der Kreuzeslast, sogenannte "Fußfälle", obwohl die Evangelisten der Bibel an keiner Stelle wirklich von einem Fallen Jesu sprechen. Doch auf Grund der Hilfeleistung des Simon von Kyrene ist die Annahme eines vorherigen Falles nicht unwahrscheinlich. Mittelalterliche Pilgerberichte erzählen zudem, dass in Jerusalem noch ein Stein gezeigt werde, über welchen der Herr auf dem Kreuzwege gestolpert sei. Hieraus wurden dann die sieben Fußfälle, weil die ursprünglich babylonische Sieben im Christentum zu höchster Bedeutung gelangte und zur Kennzeichnung der Fülle und des Ganzen dient.

    Mit der Darstellung von sieben Szenen aus dem Leidensweg Jesu sollte damit die ganze Fülle des Leidens aber auch das ganze Heilswirken Christi in seiner Passion zum Ausdruck gebracht werden. Die Reihenfolge der zu einem Fußfallweg gehörenden Stationen beginnt mit dem ersten Fall Jesu bei der Übernahme des Kreuzes vor der Gerichtsstätte, es folgt der Fall vor den Augen der Mutter, dann der Fall, der die Hilfeleistung Simons zur Folge hat, der vierte Fall ist mit der Veronikaszene verknüpft, der fünfte erfolgte an der Gerichtspforte der Stadtmauer, der sechste bewegte die Töchter Jerusalems zum Mitleid und der letzte ereignete sich beim Aufstieg zum Kalvarienberg (lat. calvaria = Schädel).

    Doch schon bald genügte den frommen Stiftern solcher Stationen für den Passionsweg die Zahl der sieben Fußfälle nicht mehr, und es wurden den Kreuzwegen immer mehr Stationen hinzugefügt. So umfasste der wohl kurz nach 1700 unter Einbeziehung älterer Stationen geschaffene "Große Kreuzweg" in Coesfeld achtzehn Stationen, von denen auf den ersten drei jeweils zwei Passionsszenen dargestellt sind, so dass der große Coesfelder Kreuzweg sogar 21 Leidensszenen enthält. Als dann aber im 18. Jh. die Franziskaner die Anlage von Kreuzwegen auch in den Ländern stark verbreiteten, in denen Kreuzwegprozessionen am Karfreitag nicht so sehr geübt wurden, und dabei die Unterstützung der Päpste Benedikt XIII. (1724/30), Clemens XII (1730/40) und Benedikt XIV (1740/58) bekamen, erfolgte im Jahre 1731 die endgültige Festlegung auf 14 Stationen (2x 7) mit den folgenden Themen:

    • Jesu Verurteilung durch Pilatus,
    • Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern,
    • Jesus fällt zum ersten Mal unter der Kreuzeslast,
    • Jesus begegnet seiner Mutter,
    • Simon von Kyrene hilft das Kreuz tragen,
    • Veronika reicht Jesus das Schweißtuch,
    • Jesus fällt zum zweiten Mal (an der Gerichtspforte),
    • Jesus begegnet den weinenden Töchtern Jerusalems,
    • Jesus fällt zum dritten Mal (am Fuße des Berges),
    • Jesus wird seiner Kleider beraubt,
    • Jesus wird ans Kreuz genagelt,
    • die Kreuzigung (meist als Gruppe mit Maria und Johannes unter dem Kreuz, häufig an erhöhter Stelle aufgestellt und auch wesentlich größer als die anderen Stationen),
    • Jesus wird vom Kreuz genommen,
    • Jesus wird ins Grab gelegt.
  • In jüngerer Zeit wird häufig noch als 15. Station die Auferstehung hinzu gefügt.
  • In Westfalen wurde die Bewegung zur Errichtung von Kreuzwegen mit 14 Stationen vor allem vom Warendorfer Franziskanerguardian Engelbert Pauck vorangetrieben, fand jedoch erst allmählich größeren Anklang im Volke und Förderung durch die kirchlichen Behörden. Der Kölner Erzbischof Clemens August (gest. 1761), zugleich Bischof der Diözesen Paderborn, Münster, Osnabrück und Hildesheim, erbat vom Papst Benedikt XIV für alle Kapuzinerklöster in diesen Bistümern die Kreuzwegablässe. Nach Erfüllung dieser Bitte wurde durch bischöflichen Beschluss vom 15. Oktober 1757 die Errichtung von Kreuzwegen in allen Kapuzinerkirchen der Ordensprovinz angeordnet. Danach dürften dann auch an vielen anderen Orten entsprechende Kreuzwege angelegt worden sein, denn der zur Zeit der Französischen Revolution im Jahre 1794 nach Coesfeld geflüchtete Abbé Guillaume Baston, der 1825 in Rouen starb und als scharfsinniger Beobachter des münsterländischen Volkslebens gilt, schrieb in seinen Memoiren: "Jede Stadt im Münsterlande, mit wenigen Ausnahmen, hat ihren Kreuzweg". Von solchen Kreuzweganlagen aus dem 18. Jahrhundert mit barocken Bildstöcken sind im Altkreis Steinfurt keine mehr in ihrer ehemaligen Anlage in der Landschaft am Rande der Orte nachweislich bekannt, auch ist die Zahl der erhalten gebliebenen barocken Bildstöcke mit Darstellungen aus dem Leidensweg Jesu nur noch gering. Schließlich muss berücksichtigt werden, dass auch so mancher Bildstock, vor allem in den letzten Jahrzehnten bei den vielen Wegeumlegungen seinen Standort gewechselt hat. Berücksichtigt man ferner, dass nicht nur Bildstöcke mit diesen Themen an den Kreuzwegen aufgestellt wurden, sondern auch an den Kirchwegen und anderen Prozessionswegen, so darf man nicht jeden noch erhaltenen barocken Bildstock mit einer Szene aus dem Leidensweg Jesu mit einem alten, nicht mehr ganz nachvollziehbaren Kreuzweg in Verbindung bringen, darf aber andererseits auch nicht jeden derartigen Bildstock, der relativ weit von der Ortskirche entfernt steht, als Bildstock an einem Kreuzweg ausschließen, denn die Kreuzwege selbst sind in jener Zeit teilweise doch recht lang gewesen. Auch dies geht aus den Erinnerungen des Abbé Baston hervor, heißt es darin doch über die Länge eines Prozessionsweges: "Ein Mann, der sehr schnell geht, kann ihn nicht in weniger als zwei Stunden durcheilen. Obgleich die Prozessionen nicht langsam sind, brauchen sie zu diesem frommen Weg drei Stunden. Zwar macht man bei allen Stationen eine Pause, aber sie ist so kurz, dass das Ende einer Prozession noch nicht nahe kommen ist, wenn ihr Anfang sich schon wieder in Bewegung gesetzt hat."

    Wenig zweifelhaft ist die Zuordnung des barocken Bildstockes am Eingang der Bispingallee in Nordwalde, der früher einmal am Stationsbusch gestanden hat, zu einem barocken Kreuzweg aus dem 18.Jh., denn er steht an einem Weg, der heute noch zu einem Prozessionsweg gehört. Dieser Bildstock wurde am 20. März 1713 errichtet. Ob allerdings der Bildstock am Münsterweg in Nordwalde, der einen Fall Jesu unter der Kreuzeslast darstellt, und jener bei Bertling in Nordwalde, der eines Abnahme Jesu vom Kreuz zeigt, als barocker Bildstock eines ehemaligen Kreuzweges angesehen werden kann, ist nicht mehr zu beurteilen. Und ähnlich verhält es sich mit dem barocken Bildstock bei Vögeling am heutigen Laerer Kreuzweg, denn dargestellt ist darauf die Geißelung Jesu nach der Verurteilung durch Pilatus, doch steht dieser Bildstock weit von der Dorfkirche entfernt, von der die Prozessionen und Kreuzwege fast immer ausgegangen sind, enthält andererseits aber ein Thema, das ganz an den Anfang eines Kreuzweges gehört. Recht gut zu einem alten Kreuzweg gehören könnte jedoch noch der barocke Bildstock am Hofeingang Bölling in Altenberge-Hansell, auch wenn er der einzige typisch barocke in dieser Bauerschaft ist; er wurde 1771 errichtet, zeigt "Veronika reicht Jesus das Schweißtuch", allerdings 1947 teilweise erneuert und zu einer Erinnerungsstätte umgewandelt.

    Kunstgeschichtlich interessant ist die Station "Jesus erliegt zum erstenmal der Last des Kreuzes" des Kreuzweges in Laer-Holthausen, zeigt sie doch ein barockes Relief in einem streng klassizistischen Rahmen. Nähere Untersuchungen zu diesem Bildstock, die in der Dissertation von Gertrud Stolte-Adelt über Wegbilder der Barockzeit im Münsterland 1936 wiedergegeben wurden, machen jedoch deutlich, dass dieser Bildstock wohl zusammen mit den anderen des Holthausener Kreuzweges in der Mitte des vorigen Jahrhunderts hier aufgestellt wurde. Bei dem Relief handelt es sich um ein recht wertvolles Werk aus der berühmten Gröninger Werkstatt in Münster aus dem ersten Viertel des 18. Jh.s, das aber wohl erst später nach Holthausen gekommen ist, vielleicht aus einer zu Beginn des 19. Jh.s säkularisierten Klosterkirche. Es ist inzwischen aber leider, wie fast alle Stationen des Kreuzweges in Holthausen so stark verwittert, dass wohl kaum noch eine Chance besteht, es so weit zu restaurieren, dass ein Erhalt lohnt. Doch dies ist nicht nur den Schädigungen durch die heutigen Umweltbelastungen zuzuschreiben, denn schon 1936 hieß es, das Relief ist so stark verwittert, dass nur noch die am besten erhaltenen Darstellungen eine Beschreibung ermöglichen.

    Die meisten Bildstöcke des Holthausener Kreuzweges, nämlich insgesamt zehn, gehören jedoch zu den typisch neogotischen aus der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Seit Mitte des 19. Jh.s gab es nämlich eine starke Rückbesinnung auf religiöse Werte, wobei jedoch nur solche Formen anerkannt wurden, wie sie aus der Romanik und vor allem Gotik überliefert worden sind. Allerdings sind auch diese inzwischen so stark verwittert, dass auf kaum noch einem Bildstock aus jener Zeit überhaupt noch zu erkennen ist, was dargestellt ist. Dieser insgesamt sehr schlechte Zustand dürfte dann auch der Grund dafür sein, dass man sich vor kurzem in Holthausen entschlossen hat, einen ganz neuen Kreuzweg anzulegen, und zwar mit Nachbildungen des Kreuzweges von Bad Iburg, der 1858 von dem Münsteraner Bildhauer Ewertz geschaffen wurde. In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts wurden jedoch eine ganze Reihe von Kreuzwegen in unserer Heimat neu angelegt, von denen zum Teil noch beachtliche Reste, auch gut erhaltene bzw. inzwischen sehr schön restaurierte Reste geblieben sind, so dass wir doch noch einen Überblick über die Kreuzweganlagen jener Zeit haben, auch wenn nicht mehr alle am ursprünglichen Kreuzweg stehen. So wurden die erhalten gebliebenen in Rheine-Elte rund um den Friedhof neu aufgestellt, sie stammen vom Bildhauer Rosenberg aus Münster und wurden um 1860 geschaffen. Allerdings sind nicht mehr alle erhalten und die noch vorhandenen mehr oder minder stark restaurierungsbedürftig.  Nur noch wenige Stationen sind erhalten geblieben von dem alten Kreuzweg in Rheine-Mesum, der 1864 vom Münsteraner Bildhauer Christian Mosecker geschaffen wurde. Sie stehen aber größtenteils noch an den ursprünglichen Aufstellungsorten und werden von den Nachfahren der Stifterfamilien sehr gut gepflegt, allerdings wäre für die eine oder andere doch eine gründliche Restauration und vor allem Konservierung notwendig. Sehr traurig ist jedoch der Zustand der Stationen des Kreuzweges von SteinfurtBorghorst, die rund um den alten Friedhof stehen und außerordentlich stark verwittert sind. Größtenteils besser, teilweise sogar erst in jüngster Zeit restauriert sind dagegen die Kreuzwegstationen in Horstmar-Leer, die alle noch auf ihrem ursprünglichen Platz stehen. Sie wurden geschaffen im letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts vom einheimischen Bildhauer Bernhard Engelbert Rottmann, genannt Baving. Bei diesem Kreuzweg haben wir auch den etwas selteneren Fall, dass die 12. Station, Jesus am Kreuz, als Kruzifixus mit Maria und Johannes erhöht aufgestellt ist und sich deutlich in Art und Größe - obwohl in der gleichen Zeit erstellt - von den anderen Stationen unterscheidet.

    Den besten Eindruck von einem Kreuzweg im Stile der Neogotik aus dem letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts bekommen wir noch in Laer, wo man sich mit viel Aufwand und Opferbereitschaft aller Stationen des alten Kreuzweges, angenommen hat. Die ersten Stationen entlang dieses Kreuzweges wurden 1862 aufgestellt, doch schon um die Jahrhundertwende waren sie so stark verwittert, dass sie durch neue ersetzt werden mussten. Diese neuen, von denen noch einige gut restauriert stehen, kamen dann aus der Werkstatt des Bildhauers Theodor Feigeler in Altenberge und wurden auf die von den Vorgängern noch vorhandenen Unterbauten aufgesetzt, die letzten im Jahre 1905. Die von den Formen einfacheren Stationen des Laerer Kreuzweges stammen allerdings aus dem Beginn der 50er Jahre dieses Jahrhunderts, sie wurden zu einer Zeit aufgestellt, als sonst noch rast nirgends jemand daran dachte, die Kreuzwegandachten in der überlieferten Form weiter zu pflegen. Allerdings wurden auch in Laer-Holthausen nach 1945 zwei Stationen neu aufgestellt, so dass auch hier damals schon wieder ein Kreuzweg mit 14 Stationen vorhanden war. Während jedoch in Laer die nach dem z. Weltkriege geschaffenen Stationen den älteren in der Form gut angepasst wurden, entsprechen jene in Holthausen im wesentlichen dem Stilempfinden der Zeit nach dem Kriege, sind also als unabhängige künstlerische Schöpfung anzusehen ebenso wie das Bildrelief der achten Station des alten Kreuzweges in Rheine-Mesum, das auch auf einen alten Sockel aufgesetzt wurde. Völlig neu und in ausdrucksvollen Formen der heutigen Zeit geschaffen wurden in jüngster Zeit Kreuzwege in Rheine-Mesum und in Ochtrup. Beide enthalten jedoch nicht mehr die traditionelle Zahl von 14, sondern 15 Stationen, wobei in beiden als 15. Station die Auferstehung angefügt worden ist. Bei dem 1981 vom Künstler Joseph Krautwald geschaffenen Kreuzweg in Mesum handelt es sich um Stationen aus Sandstein mit Bronzereliefs. Dabei sind die Darstellungen auf die jeweils wesentliche Aussage der einzelnen Station komprimiert worden, wodurch allerdings eine sehr intensive Ausdruckskraft erreicht wurde.  In Ochtrup in der Oster-Bauerschaft bestehen die Stationen aus Pfeilern von rotem Ziegelstein mit Kupferdach und Bronzereliefs des Künstlers Walter Wellmann aus dem Osnabrücker Raum, völlig ohne Text. Sie wurden 1983 aufgestellt. Hier wird der Betrachter noch mehr als in Mesum gezwungen, sich selbst intensiv mit dem Kreuzweg Jesu theologisch auseinander zu setzen, schließlich ist Jesus zu unserer Erlösung am Kreuz gestorben.

    Neben den Kreuzwegen in der Landschaft finden wir in fast allen katholischen Kirchen als Bestandteil der Ausstattung von Kirchenräumen einen vierzehnteilige Kreuzwegzyklus. Solche Bilderfolgen entstanden gegen Ende des 17. Jahrhunderts. An den Wänden wurden 14 Stationen mit Holzkreuzen markiert, unter denen sich meist eine bildliche oder plastische Darstellung der jeweiligen Kreuzwegstation befand. Obwohl dieser Kreuzweg zunächst auf Kirchen des Franziskanerordens beschränkt war, blieb wegen der großen Beliebtheit dieser Andachtsform schließlich kaum mehr eine katholische Pfarrkirche ohne einen solchen Kreuzweg. Besonders im 19. Jahrhundert war der vierzehnteilige Kreuzwegzyklus innerhalb von Kirchenräumen sehr verbreitet.

    Anton Janßen

JESUS WIRD ZUM TODE VERURTEILT

JESUS WIRD ZUM TODE VERURTEILT

JESUS NIMMT DAS KREUZ AUF SICH

JESUS NIMMT DAS KREUZ AUF SICH

JESUS FÄLLT ZUM ERSTEN MAL UNTER DEM KREUZ

JESUS FÄLLT ZUM ERSTEN MAL UNTER DEM KREUZ

JESUS BEGEGNET SEINER MUTTER

JESUS BEGEGNET SEINER MUTTER

SIM0N V0N CYRENE HILFT JESUS DAS KREUZ TRAGEN

SIM0N V0N CYRENE HILFT JESUS DAS KREUZ TRAGEN

VERONIKA REICHT JESUS DAS SCHWEISSTUCH

VERONIKA REICHT JESUS DAS SCHWEISSTUCH

JESUS FÄLLT ZUM ZWEITEN MAL UNTER DEM KREUZ

JESUS FÄLLT ZUM ZWEITEN MAL UNTER DEM KREUZ

JESUS BEGEGNET DEN WEINENDEN FRAUEN

JESUS BEGEGNET DEN WEINENDEN FRAUEN

JESUS FÄLLT ZUM DRITTEN MAL UNTER DEM KREUZ

JESUS FÄLLT ZUM DRITTEN MAL UNTER DEM KREUZ

JESUS WIRD SEINER KLEIDER BERAUBT

JESUS WIRD SEINER KLEIDER BERAUBT

ESUS WIRD ANS KREUZ GENAGELT

ESUS WIRD ANS KREUZ GENAGELT

ESUS STIRBT AM KREUZ

ESUS STIRBT AM KREUZ

DER LEICHNAM JESU WIRD V0M KREUZ GENOMMEN

DER LEICHNAM JESU WIRD V0M KREUZ GENOMMEN

DER LEICHNAM JESU WIRD INS GRAB GELEGT

DER LEICHNAM JESU WIRD INS GRAB GELEGT

AUFERSTEHUNG

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