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In vielerlei Hinsicht genussvoll für die leider nur kleinere Zahl der mitfahrenden Heimatfreunde war der Besuch in Rhede. Erstes Ziel war die Pralinen-Manufaktur Große-Bölting, wo der Chef des Hauses den Horstmarern selbst die Herstellung der etwa 300 verschiedenen Trüffel und Pralinen sowie ca. 300 verschiedenen Schokoladenhohlfiguren vorstellte. Parallel dazu konnten die Heimatfreunde durch eine Glaswand direkt in die hier handwerkliche Produktion schauen und so den doch großen Aufwand bei der Schokoladenfiguren-Herstellung beobachten. Und bei einer speziellen Tasse Kaffee auch die eine oder andere Trüffelkreation probieren. Josef Große-Bölting, der 1986 den Betrieb gründete und im Laufe der Jahre ständig vergrößerte – zuletzt 2010 mit neuem Kaffeevorbau, von dem aus man direkt in die Produktion schauen kann – machte dabei deutlich, dass gute Butter, frische Sahne, edle Brände und feinste belgische Schokolade die Grundzutaten für die Trüffelkreationen seien. Es würden keine Konservierungsstoffe verwendet, so dass die Produkte auch nur 10 – 12 Wochen haltbar seien – frisch schmecken sie sowieso am besten. Und da sich die Horstmarer davon auch gleich überzeugt hatten, wurde natürlich auch noch eingekauft. Nach einem guten Mittagessen im Hotel Deitmer wurde das Spielzeugmuseum " Max und Moritz besucht, wo auf einer Ausstellungsfläche von ca. 200 qm das Museum Puppen, Puppenstuben, Kaufläden, Bauernhöfe, Bären, Autos und vielerlei Spielzeug aus der Zeit von 1850 bis 1950 präsentiert. Zudem gibt es dort derzeit als Sonder-Ausstellung einen „Weihnachtsmarkt – wie im Bilderbuch“. Durch diesen ließ die Museumsleiterin Eva Gutersohn, deren Großmutter den Grundstock zu diesem einzigartigen Museum gelegt hatte, mit eigenen Reimen die Puppenkinder „Hans und Bärbel“ über den Weihnachtsmarkt spazieren. Und sie erlebten eine Menge: ob Christkindls Schmuckkästchen zur Engelchenbude weiter zur Spielzeugbude. Da gehen die jungen Puppenkindern die Augen über. Auch die Weihnachtskirmes fehlt nicht beim schlendern. Das Ende dieses „Weihnachtsmarktsbummels“ war eine überaus interessante Vorstellung der Entwicklung des Weihnachtsbaum-Schmuckes von 1850 bis 1950 – die allgemeine politische und Technik-Geschichte hatten diese Entwicklung entscheidend geprägt. Danach stellte sie die Entwicklung der Puppen und vor allem der sog. Puppenstuben vor. Dabei wurde deutlich, dass die Lebens- und Arbeitswelt der jeweiligen Eltern für die Ausprägung der Puppenstuben – alte Küche, Waschküche, Wohnzimmer, Badezimmer, Tischlerwerkstatt, Schuhmacherwerkstatt, um nur ein paar Beispiele zu nennen – entscheidend war. Eine riesige Fülle von Informationen, bei denen so manche eigene Kindheitserinnerung wach wurde, erhielten die Besucher dabei von Eva Gutersohn bei der zweistündigen Führung und sie hätte noch viel mehr erzählen können. Man muss wirklich mehrfach dorthin gehen, um alles zu erfassen, wenn man es überhaupt kann. Janßen, Horstmar
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